Über die Euregionale Initiative für Kinderlähmungsfolgen Aachen e. V. (Eika e. V.)

Die Euregionale Initiative für Kinderlähmungsfolgen Aachen e. V. (im folgenden kurz EIKA e. V. genannt) wurde im April 2006 gegründet und ist eine Initiative der schon im November 2005 installierten  Poliogruppe Aachen. Sie versteht sich ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu bereits bestehenden Polioverbänden und -gruppen, sondern als Ergänzung.

Ganz praktisch kommt dies dadurch zum Ausdruck, dass die EIKA e. V. sich in erster Linie um Dinge kümmert, die in der Arbeit von, mit und für Poliobetroffene bis dato noch nicht “besetzt” waren oder sind. Die EIKA e. V. arbeitet vorwiegend “projektbezogen”. Das bedeutet, dass sie sich Schwerpunkte vornimmt und diese dann versucht nach und nach “abzuarbeiten”. Andererseits gibt es natürlich auch “Schwerpunkte”, die sich in der Arbeit kontinuierlich fortsetzen..

Als erstes wurde Anfang 2005 im Internet ein Forum für Menschen mit Kinderlähmungsfolgen eingerichtet (Polio-Forum), dass bis heute fort besteht und in dem sich inzwischen ca. 350 Betroffene registriert haben und dort die Möglichkeit haben, sich mit anderen Poliobetroffenen auszutauschen.

Um die Öffenllichkeitsarbeit zu verbessern, wurde inzwischen eine Artikelseite über das Forum gesetzt, auf der fast täglich Artikel zum Thema zur Verfügung gestellt werden, in denen es immer im engeren oder weiteren Sinne um Menschen mit Kinderlähmungsfolgen und ihre Probleme geht. Hierdurch möchten wir zum einen Interessante Artikel “aus dem Leben” zum Thema anbieten und zum anderen ganz praktisch und immer wieder darstellen, dass es uns Poliobetroffene noch gibt, denn viele wissen das garnicht. Wir möchten der Öffentlichkeit zeigen, dass wir noch da sind. Im übrigen sind wir davon überzeugt, dass wir hierdurch die Öffentlichkeitsarbeit zum Thema berreichern bzw. verbessern können. Inzwischen greifen auf dieses Angebot “stabil” und täglich zwischen 200 und – 300 einzelne Besucher zurück.

Ein weiterer Teil der “kontinuierlichen Projekte” ist die Poliogruppe selbst, die sich einmal im Monat vor Ort und persönlich trifft, um sich auszutauschen und sich bei kleinen und größeren Problemen, die mit den Spätfolgen der Poliomyelitis zusammenhängen, gegenseitig zu unterstützen.

Andere Projekte waren z. B. die Erstellug eines Flyers in deutscher, niederlänidscher und französischer Sprache, da wir hier im deutsch/niederländisch/belgischen Grenzgebiet wohnen, ein Übersetzungsprojekt, in dem wir die aus unserer Sicht wichtigsten zur Verfügung stehenden deutschsprachigen Arbeiten, Aufsätze und Vortragsmanuskripte zum Thema Poliospätfolgen ins Nederländische und Französische übersetzt und verschiedene  Informationsveranstaltungen, die wir zum Thema Poliospätfolgen durchgeführt haben. Wir beteiligen uns ausserdem an Informationsveranstaltungen im Rahmen der Gesundheitsvorsorge /von Gesundheitsmessen und an “Volksfesten”, um uns und unsere Arbeit dort mit einem eigenen Stand zu präsentieren.

Einmal im Jahr findet ein Treffen statt, wo sich Poliobetroffene, die sich an unserem Internetforum beteiligen und andere interessierte Betroffene aus ganz Deutschland zusammenfinden, um sich auch persönlich kennenzulernen. Dieses sogenannte Polio-Forumstreffen geht im nächsten Jahr bereits in seine “siebte Runde”.

Unser aktuelles  Projekt ist unsere neue Internetplattform. Die Arbeiten sind immer noch nicht abgeschlossen. Hierbei ging und geht es uns unter anderem und folgerichtig darum, die Internetplattform möglichst barrierefrei zu gestalten und das Angebot für die Poliobetroffenen und anderen Interessierten Besucher der Webseite zu verbesern/zu vergrößern.

Um uns mehr Kapazitäten für die inhaltliche Arbeit zu verschaffen, lassen wir die Seite inwzischen durch eine Firma professionell betreuen, sodass wir uns nun nicht ständig auch noch um technische Dinge kümmern müssen, von denen wir im übrigen ohnehin herzlich wenig verstehen, sodass die Arbeit in Zukunft noch effizienter gestaltet werden kann.

Unser nächstes Schwerpunktthema ist ein “Biografieprojekt”, in dem wir versuchen wollen, “Poliobiografien” zu sammeln und anschließend als Buch zu veröffentlichen, auch und vor allem mit der Absicht, im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit zu zeigen: “Schaut alle her, es gibt uns noch, wir sind noch da!”. Es geht aber auch darum, sozusagen eine größére und bessere Interaktion zwischen den Poliobetroffenen in Deutschland zu bewerkstelligen. Bei der Öffentlichkeitsarbeit auch und vor allem neue Pfade zu beschreiten, hierbei ein bisschen Fantasie zu entwickeln und dabei die jeweils zur Verfügung stehenden neuen Medien so effektiv wie nur irgendwie möglich zu nutzen.

Das alles steht unter dem Dach der Struktur eines gemeinnützigen Vereins. Hierzu abschließend noch ein paar Worte.

Wir haben den Verein ursprünglich überhaupt nur deshalb gegründet, weil uns die Struktur eines Vereins die Möglichkeit gibt, möglichst schnell, selbständig  und flexibel arbeiten zu können und nicht,  weil wir der Meinung wären, es gäbe etwa noch nicht genügend Poliovereine bzw. -verbände. Eigentlich gibt es davon schon zu viele.. Schließlich können wir nur dann effizient etwas ausrichten und bewirken, wenn wir mit den uns noch zur Verfügung stehenden Kräften gemeinsam arbeiten.

Der “Eiertanz” besteht deshalb darin, einerseits auf regionaler Ebene effizient zu arbeiten, und anderserseits trotzdem und langfristig zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit anderen Polioverbänden zu finden.

Die Bereitschaft hierzu haben wir immer wieder nicht nur siganalisiert, sondern ganz praktisch “vorgeleistet”, Bisher ist es weitestgehend bei dieser “Vorleistung” durch uns geblieben”, da man, da man von Seiten der anderen Polioverbände nicht sonderlich an einer solchen Zusammenarbeit interessiert zu sein scheint und wenn überhaupt, dann nur unter Bedingungen, die unsere “Selbständigkeit” derart beschneiden und unsere Arbeiten dermassen lähmen würden, dass diese Bedingungen in der Konsequenz von uns nicht akzeptiert werden können,

Eine Ausnahme ist hier die Europäische Polio Union, bei der wir assoziiertes Mitglied sind, was im übrigen auch der Tatsache geschuldet ist, dass wir u. a. wegen der unmittelbaren Nachbarschaft zu Belgien und den Niederlanden inzwischen auch zunehmend international aktiv sind.

Noch ein Wort zur Finanzierung unserer Arbeit. Wir finanzieren unsere Arbeit, die natürlich auch Geld kostet, aus Mitgliedsbeiträgen, Projekt- und Pauschalzuschüssen der Krankenkassen und mit Hilfe des einen oder anderen Sponsors/Spenders.

In diesem Zusammenhang weisen wir auch deutlich darauf hin, dass sämtliche Angebote der Eika e. V. völlig kostenlos sind, was uns im übrigen von allen anderen Angeboten anderer Polioverbände und-gruppierungen deutlich unterscheidet. Der Zugang zu unseren Angeboten ist auf allen Ebenen frei und völlig kostenlos!

Für Hilfen, Fragen und Anregungen stehen wir jederzeit und für jeden Poliobetroffenen und andere Interessierte gerne zur Verfügung. Die Kontaktdaten finden Sie unter “Kontakt” und im “Impressum”.

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